SWIFT-Aufsichtsrat genehmigt neue SystemarchitekturDezentralisierte Nachrichtenarchitektur ermöglicht mehrere Verarbeitungszonen.Brüssel, 4. Oktober 2007 Der Aufsichtsrat von SWIFT hat die Pläne zum Aufbau einer Nachrichtenarchitektur mit mehreren unterschiedlichen Zonen genehmigt. Dabei werden in einem ersten Schritt eine erweiterte zentrale Nachrichtenplattform zur Unterstützung mehrerer Verarbeitungszonen, ein neues globales Datenverarbeitungszentrum (Operating Centre – OPC) mit Standort in der Schweiz sowie eine Führungs- und Kontrolleinrichtung in Hongkong aufgebaut, damit die Aktivitäten von SWIFT jeweils sowohl von Asien als auch von Europa und den USA aus betrieben werden können. Die Neustrukturierung der Nachrichtenarchitektur ermöglicht SWIFT, mehrere spezifische Kundenbedürfnisse zu erfüllen: Die Verarbeitungskapazität zu steigern, die Ausfallsicherheit zu erhöhen, die Kosten für die Nachrichtenübermittlung zu senken, die Geschäftsmöglich-keiten zu verbessern und – mit der Einrichtung des zweiten OPC in Europa – Datenschutzbedenken zu begegnen. Zunächst wird SWIFT zwei Nachrichten-Verarbeitungszonen schaffen: Europa und Transatlantik. SWIFT kann über diese zwei Verarbeitungszonen hinaus weitere Zonen einrichten, sofern zukünftige geschäftliche oder betriebliche Entwicklungen dies erfordern. Das neue globale OPC wird als Partner des bereits bestehenden europäischen OPC die Nachrichten, die für die europäische Verarbeitungszone bestimmt sind, verarbeiten und – wo erforderlich – speichern. Damit wird sichergestellt, dass inneuropäische Nachrichten in Europa verbleiben. Das neue OPC wird darüber hinaus als Partner des US-amerikanischen OPC fungieren, um den Nachrichtenverkehr für die Transatlantik-Verarbeitungszone zu verarbeiten und zu speichern. „Nachrichten innerhalb einer Zone werden künftig in ihrer Ursprungsregion verbleiben. Damit überwinden wir die bestehenden Datenschutzbedenken“, sagte Lázaro Campos, der Vorstandsvorsitzende von SWIFT. „So werden dann beispielsweise Nachrichten innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (European Economic Area – EEA) und der Schweiz nur in den zwei europäischen OPCs von SWIFT verarbeitet und – wo erforderlich – gespeichert.“ Die Wahl der Schweiz als Standort des neuen europäischen OPC folgte einer umfassenden Prüfung möglicher Standorte in Europa. Ausschlaggebende Überlegungen waren dabei die Eignung der vorhandenen Infrastruktur, die Verfügbarkeit gut ausgebildeten Personals und angemessene Datenschutzgesetze. Alle diese Voraussetzungen werden von der Schweiz optimal erfüllt. Die jetzt beschlossene Initiative erfordert eine einmalige Investition von 150 Millionen Euro und wird etwa 50 neue Arbeitsplätze in der europäischen und asiatischen Organisation von SWIFT schaffen. SWIFT rechnet mit der Inbetriebnahme des neuen OPC gegen Ende des Jahres 2009. Die Anlagen von SWIFT in Hongkong werden erweitert, um die neue Führungs- und Kontrolleinrichtung für Asien aufzunehmen.
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